[BACK] [BACK WIDE] [HOME] [FORWARD]Olivenöl: Herzliche Grüße aus Japan[EU.L.E. HOME]

Kohyama, N et al: Inhibition of arachidonate lipoxygenase activities by 2-(3,4-Dihydroxyphenyl)ethanol, a phenolic compound from olives.
Biosciences, Biotechnology, Biochemistry 1997/61/S.347-350

Unstrittig ist, daß Olivenöl herzschützende Substanzen enthält (EU.L.E.N-SPIEGEL Nr. 7/96). Strittig ist dagegen, - wie beim Wein - welche Stoffe dafür verantwortlich sind. Nachdem 25 Jahre lang das Oleuropein im Mittelpunkt stand, meldet nun das Staatliche Institut für Lebensmittelforschung in Japan Zweifel an. Nach seinen Ergebnissen ist für die Wirkungen der Olive auf das kardiovaskuläre System 2-(3,4-Dihydroxyphenyl)ethanol (DPE) verantwortlich. Als Prüfsystem benutzten die Autoren spezifische Lipoxygenase-Tests. Die Lipoxygenasen des Arachidonsäure-Metabolismus katalysieren die Bildung von Leukotrienen und 12-HETE (12-Hydroxy-5,8,10,14-Eicosatetraensäure). Leukotriene leiten allergische und entzündliche Prozesse ein, und 12-HETE spielt bei arteriosklerotischen und cancerogenen Veränderungen eine Schlüsselrolle. Stoffe, die diese Lipoxygenasen blockieren, gelten als wichtige Kandidaten zur Therapie von Arteriosklerose, Entzündungen und Krebs.

Ein methanolischer Extrakt aus dem Fruchtfleisch der Olive erwies sich in fast allen Testsystemen als effektiv. Auf der Suche nach dem wirksamen Prinzip isolierten die Autoren Oleuropein und DPE. Während beide Stoffe im zellfreien Medium die Lipoxygenasen gleichermaßen inhibierten, war in Gegenwart von Zellen nur noch DPE wirksam, weil Oleuropein nicht in die Zellen eindringen kann. Der gesamte Fruchtfleischextrakt übertraf jedoch das DPE alleine. DPE entsteht durch Hydrolyse aus Oleuropein.



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