| Glycerin im Wein: Unverhofft kommt oft |
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| Lampe, U et al: Zum Nachweis eines Glycerinzusatzes zu Wein. Deutsche Lebensmittel-Rundschau 1997/93/S.103-110 Glycerin rundet den Geschmack eines Weines ab und gibt ihm Körper und Fülle. Aus diesem Grund werden einerseits Weinhefen selektiert, die vermehrt Glycerin bilden, andererseits wird seit jeher die Qualität mit synthetischem Glycerin aufgebessert. Ein Zusatz war bislang jedoch nur bei großen Mengen sicher nachweisbar. Das Chemische Untersuchungsamt Mainz fand heraus, daß technisch hergestelltes Glycerin Spuren von 3-Methoxy-1,2-propandiol und/oder cyclischen Diglycerinen enthält. Diese charakteristischen Begleitstoffe kommen weder in Trauben, Most oder Wein noch in Kellereibehandlungsmitteln vor, so daß ihr Nachweis im Wein eine gesetzeswidrige "Verbesserung" belegt. Von 850 untersuchten Weinen erwiesen sich 140 (16 %) als verfälscht. Das zeige, so die Autoren, daß "geringe Mengen Glycerin zur geschmacklichen Abrundung sowohl bei deutschen als auch bei ausländischen Erzeugnissen offensichtlich viel häufiger als bisher angenommen zugesetzt werden." Dennoch hinken die Lebensmittelüberwacher den Winzern wieder einmal hinterher: In einer Kellerei entdeckten sie ein technisches Glycerin, das frei von den verräterischen Begleitstoffen war. |
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