| Der besondere Nachruf |
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| Eine starke Kuhfamilie Es ist nicht ganz einfach, bei tragischen Ereignissen die passenden Worte des Trostes zu finden. Dem Schleswig-Holsteinischen Bauernblatt ist es gelungen: "Im 24. Lebensjahr stehend, verstarb vor kurzem eine Kuh, die inzwischen weit über Deutschlands Grenzen hinaus bekannt ist. Die Rede ist von der Valiant-Tochter Unsinn des Ostholsteiner Züchters Hans Sachs. Geboren anfang Dezember 1972, kalbte sie noch nicht ganz zweijährig zum ersten Mal ab. Von da an bis zu ihrem Tod gab sie mit 173 104 kg Milch, 9 012 kg Fett (5,12 Prozent) und 6 239 kg Eiweiß (3,60 Prozent) eine Gesamtinhaltsstoffmenge, die bisher noch von keiner anderen Kuh auf der Welt erreicht wurde. Nach eher verhaltenem Leistungsstart schaffte sie nach ihrem vierten Kalb bis einschließlich der 17. Laktation - abgesehen von zwei Ausnahmen - jeweils eine 305-Tage-Leistung von mehr als 9 000 kg Milch sowie über 400 kg Fett und über 300 kg Eiweiß. Nach ihrer zwölften Abkalbung überschritt Unsinn, 13jährig, die 100 000 Liter. Um eine solche Lebensleistung in einer 60köpfigen Herde zu erreichen, ist eine hervorragende Konstitution und Körperverfassung Voraussetzung. Noch nach dem neunten Kalb wurde ihre hohe Typ-/Euterqualität mit 93 Punkten bewertet. Von ihren zehn gekörten Söhnen war der von Valerian abstammende Frohsinn der erfolgreichste. Gerade wegen der bei seinen Nachkommen beachtlichen Eiweißprozente verschaffte er sich als Vererber großen Zuspruch. Unsinn selbst ist aus einem altbewährten Kuhstamm hervorgegangen und hat selbst insbesondere über ihre Tochter Galante (von Lester) für erfolgreichen Nachwuchs gesorgt. Noch zu Lebzeiten bestanden schon sechs Folgegenerationen von Unsinn. Die Erfolgsbilanz dieser herausragenden Kuh gründet sich auf eine starke Kuhfamilie, aber mindestens ebenso sehr auf vorbildliche Umweltgestaltung und Betreuung." (zit. nach Rundschau für Fleischhygiene und Lebensmittelüberwachung 1996/48/S.226) |
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